Weinfelder Kapelle am Totenmaar

Weinfelder KapelleDie Geschichte des Dorfes, der Pfarrgemeinde und der Bewohner Schalkenmehrens, ist sehr eng mit dem Ort Weinfeld - erstmals 1316 urkundlich als "Winevelt" (Weihefeld) erwähnt - verknüpft. Noch heute werden die Toten des Maardorfes in Weinfeld zur letzten Ruhe gebettet. Fast niemand möchte an einem anderen Ort begraben werden als an dieser altehrwürdigen Stätte, wo die "Gebeine ganzer Eifelgenerationen" aus dem Dorf im Tal zusammen mit ihren Seelsorgern ruhen. Das Kirchlein oberhalb des Maares könnte eine eigene Geschichte erzählen.

Grau und ruinenhaft bot es zeitweise ein Bild des Erbarmens, war auch schon dem völligen Verfall nahe. Im Oktober 1987 erinnerten die Bürger aus Schalkenmehren mit Pastor Hubert Marondel bei einer Gedenkandacht an das unvergessene Werk des Pfarrers Johann Baptist Konter (1838 bis 1891), der damals vor genau 100 Jahren trotz Widerstand überall um Unterstützung für das Kirchlein am Totenmaar warb. Ihm ist es zu verdanken, dass am 27. September 1887 unter großer Anteilnahme die Einsegnung der Kirche mit dem Bild der Mutter der Sieben Schmerzen - für viele zum Ort der Besinnung und inneren Einkehr geworden - vorgenommen wurde. Dieses uralte, aus Holz geschnitzte Bild des toten Sohnes im Schoß der Mutter, deren Herz von sieben großen Schwertern durchbohrt ist, war von jeher das Ziel unzähliger Pilger und Beter.

Nachdem jedoch vor einigen Jahren aus dem stets unversInnenraum Weinfelder Kapellechlossenen Gotteshaus verschiedene Gegenstände geraubt wurden, brachte man die Figur hinunter in die größere Sicherheit der Schalkenmehrener Pfarrkirche, wo sie sich, eingefügt in den ehemaligen Weinfelder Hochaltar, auch heute noch befindet. Im Bewusstsein der Bevölkerung aber und der vielen Besucher ist die Schmerzhafte Mutter weiterhin die Seele dieses Ortes, an dem jetzt ein nüchternes Steinrelief an sie erinnert: nur hier werden ihr Lichter angezündet, hierher werden verzweifelte Bitten und froher Dank gebracht, hier spüren vom Leid geprüfte Gemüter ihre geheimnisvolle Anwesenheit und öffnen sich der mütterlichen Liebe Gottes. Die letzte Renovierung des Innenraums der Weinfelder Kapelle wurde im Jahr 2008 fertiggestellt. Die Kapelle erhielt neue Bänke, einen neuen Anstrich, erstmals auch Beleuchtung, und der Altarraum wurde umgestaltet. So erstrahlt sie nun in neuem Glanz.

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